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Patienteninformationen

INFORMIEREN SIE SICH

An dieser Stelle wollen wir Ihnen weitere Informationen zur Verfügung stellen, die Ihnen vielleicht auch Antworten auf Ihre Fragen bieten können. Sie können sowohl hier Erklärungen abrufen, als auch über unsere Rubrik "Patientenservice" weitere Informationsquellen sich erschließen. Schauen Sie auch unter der Rubrik "Links".
Alle Informationen können Sie sich problemlos ausdrucken oder per Download herunterladen.
Weitere Informationen in Bildern finden Sie undefinedhier.

 

pdf Strahlentherapie.pdf

FACHBEGRIFFE - leicht verständlich

Hier wollen wir Ihnen kurz erklären, was Sie zu den vorgefundenen Fachbegriffen wissen sollten. Sie können auch über den Menüpunkt "Glossar" auf unsere Bibliothek zugreifen.

Durchführung der Radiotherapie

Unsere Klinik unterteilt sich in den Bereich der Poliklinik, der Medizinischen Physik, der Bestrahlungsgeräte und der Station.

Poliklinik
Bei der Erstvorstellung eines Patienten werden durch uns die auswärtigen Befunde beurteilt und eigene Befunde erhoben. Auf der Basis dieser Befunde besprechen wir mit jedem Patienten individuell den Nutzen der Strahlentherapie; hierbei legen wir ausdrücklich großen Wert darauf, dass insbesondere im Falle von kombinierten Behandlungsmaßnahmen (Operation, Strahlentherapie, medikamentöse Tumortherapie) eine Absprache mit dem mitbetreuenden Arzt erfolgt. Besteht die Notwendigkeit der Strahlentherapie, wird jeder Patient über den Sinn der Bestrahlung und über eventuell auftretende Nebenwirkungen aufgeklärt; des Weiteren besprechen wir mit ihm den organisatorischen Ablauf der Behandlung.

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Bestrahlungsplanung
Im Vordergrund steht hierbei zuerst die exakte Therapieplanung, um das bestmögliche Therapieresultat zu erzielen und gleichzeitig Nebenwirkungen zu vermeiden. Dabei gilt: möglichst hohe Dosen im Tumor bzw. der Tumorregion und möglichst niedrige Dosen im umgebenden gesunden Gewebe. Bestmögliche Behandlungsergebnisse mit möglichst geringen Nebenwirkungen erfordern daher in der modernen Strahlentherapie eine exakte individuelle Therapieplanung. Uns stehen dazu nach der in 2005 durchgeführten, kompletten Neuausstattung der Klinik moderne 3-D Planungssysteme unter eventueller Zuhilfenahme von Kontrastmittel und/oder Lagerungshilfen (z.B. Masken zur verlässlichen Positionierung) und ein speziell für die Bestrahlungsplanung konzipierter Computertomograph zur Verfügung. Hilfreich kann es manchmal auch sein, in Zusammenarbeit mit der Radiologie einer Magnetresonanztomographie für die Bestrahlungsplanung zu verwenden. Danach erfolgt die individuellen computergestütze Berechnung.

Die Überprüfung dieses Planes auf Richtigkeit und Durchführbarkeit erfolgt direkt am Bestrahlungsgerät, dem Linearbeschleuniger. Im Rahmen der Vorbereitungen zeichnen wir Markierungen auf die Haut des Patienten, anhand derer wir das geplante Bestrahlungsfeld über den gesamten Zeitraum der Behandlung immer wieder genau reproduzieren können. Es ist also sehr wichtig, dass für diese Zeit die Markierungen erhalten bleiben.

Diese Vorbereitungen für die Bestrahlung benötigen Ihre und unsere Zeit und Geduld. Wir brauchen hier ausdrücklich Ihre Mitarbeit, damit die Behandlung gelingt.

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Durchführung der Bestrahlung
Die Gesamtdosis wird in einzelne Tagesdosierungen (Fraktionen) aufgeteilt; je kleiner die Einzeldosis, desto verträglicher ist die Therapie und umso geringer ist das Risiko für Spätnebenwirkungen. Eine große Anzahl von Einzelbestrahlungen ist also nicht als besonders aggressive Therapie zu betrachten, sondern ist besonders schonend.

Um eine effektive Strahlentherapie zu gewährleisten, ist die Klinik mit zwei modernen Linearbeschleunigern (6+18 MV Photonen, 4-18 MeV Elektronen, Multileaf-Kollimatoren, Portal-Imaging) für die Therapie von 'außen' und einer Afterloadingtherapie-Einheit (Ir-192 HDR) zur Behandlung unmittelbar am Tumor, in Körperhöhlen bzw. in Gefäßen ausgestattet. Eine Radiotherapie dauert erkrankungsabhängig einmal bzw. bis zu acht Wochen (fünfmal/Woche) und nimmt pro Bestrahlungsfeld nur wenig Zeit in Anspruch. Während der Behandlung werden wiederholt medizinische wie physikalische Kontrollen durchgeführt, um eine größtmögliche Genauigkeit für den Patienten zu gewährleisten.

Zumeist erfolgt die Bestrahlung ambulant. Bei wenigen Patienten ist eine stationäre Aufnahme zur Optimierung der medizinischen Betreuung oder auch zur Durchführung einer begleitenden Chemotherapie erforderlich; letztere soll den Effekt der Bestrahlung auf den Tumor verstärken (sensibilisieren). In dieser Zeit und auch nach Abschluss der Behandlung unterstützen und betreuen wir Sie mit unserem Team von Ärzten, Medizinphysikern, med.-tech. Assistentinnen und Assistenten, Schwestern und Sekretärinnen natürlich nach besten Kräften.

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In den hier dargestellten Bildern zeigen wir Ihnen die wichtigsten Schritte in der Vorbereitung und Durchführung der Strahlentherapie:

(Bild 1)
(Bild 2)
(Bild 3)
(Bild 4)
(Bild 5)
(Bild 6)

Mit Hilfe der Computertomographie (Bild 1) werden Schnittbilder der zu bestrahlenden Region aufgenommen; die exakte Lagerung des Patienten wird mittels Laser festgelegt und muss während der späteren Bestrahlung beibehalten werden. Die im 3D-Planungssystem (Beispiel: Planung einer Brustbestrahlung, Bild 2) berechneten Bestrahlungsfelder sowie die Position der Multileafs (Bleilamellen im Kopf des Bestrahlungsgerätes, Bild 3) lassen sich am ersten Behandlungstag mit Hilfe des Portalimage-Systems, das sich genau gegenüber dem Bestrahlungskopf befindet, millimetergenau überprüfen (Simulation, Bild 4+5). Die Multileafs dienen dazu, gesunde Organe, die in unmittelbarer Nähe zur Tumorregion liegen, auszublocken. Nach erfolgreicher Simulation kann die Bestrahlung des Patienten erfolgen (Bild 6).

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Mögliche Nebenwirkungen der Radiotherapie
Ohne Behandlung ist eine Tumorerkrankung grundsätzlich lebensbedrohend. Durch geeignete Maßnahmen (Operation, Radiotherapie, Medikamente) ist es möglich, nicht nur Tumor bedingte Beschwerden zu lindern, sondern immer mehr auch den Patienten vom Tumor zu heilen. Für alle genannten Behandlungen gilt, dass sie jedoch auch Nebenwirkungen zur Folge haben können.

Sehr wichtig sind daher auch die Fragen zur Vorsorge und Behandlung dieser eventuell auftretenden Begleiterscheinungen. Bei der Bestrahlung unterscheidet man prinzipiell akute Nebenwirkungen, die bereits in den Wochen während der Therapie auftreten, von den inzwischen sehr selten gewordenen Spätreaktionen, die Monate bis Jahre danach eintreten können. Da die Strahlentherapie eine lokal wirksame Maßnahme ist, beschränken sich die Nebenwirkungen - mit Ausnahme von eventueller Müdigkeit und der Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens (Fatigue-Syndrom) - in der Regel auf die Region des Bestrahlungsfeldes.

So entsteht beispielsweise Haarausfall nur bei Radiotherapie des Kopfes, Schleimhautentzündungen im Mund oder in der Speiseröhre bei Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich, Übelkeit oder Durchfälle bei Bestrahlung des Becken- oder Bauchbereiches, Hautrötungen z.B. bei der Behandlung der Brust. Beispiele für Spätreaktionen sind Hautverfärbungen oder Verhärtungen des Unterhautfettgewebes.

Während einerseits die Anwendung der modernen Bestrahlungsplanung und -technik das Risiko und das Ausmaß der Nebenwirkungen immer geringer werden lassen, ist andererseits auch jeder Patient in der Verantwortung, durch seine Mitarbeit (z.B. Pflege der Haut, der Schleimhaut, Unterlassen von Alkohol- und Nikotingenuss) das Nebenwirkungsrisiko zu verringern. Zur Unterstützung erhält zudem jeder Patient bei uns ein Merkblatt mit Hinweisen zur Haut- und Schleimhautpflege sowie hilfreiche Ernährungstipps.

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Nachsorge
Die erste Untersuchung nach der Strahlentherapie ist im Wesentlichen dazu da, eventuell noch bestehende Nebenwirkungen zu behandeln und - wenn noch nicht geschehen - notwendige Schritte für die weitere spezielle Tumorkontrolle oder auch die weitere Tumorbehandlung einzuleiten. Dies geschieht in enger Kooperation mit den anderen, fachspezifischen Ärzten.

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Zu guter Letzt
Bitte scheuen Sie sich nicht, auch andere, für Sie dennoch aber wichtige Fragen zu stellen. Hierbei darf es sich z.B. natürlich genauso um Fragen zu Rehabilitationsmaßnahmen handeln wie um oftmals zu wenig beachtete Probleme der psychischen Belastung durch die Tumordiagnose und/oder die Therapie. Soweit wir können, versuchen wir zu helfen und stellen Ihre Verbindung zum psychoonkologischen Dienst (Tel. 07721/93-2540) sowie zum Sozialdienst (07721/93-1756) her.

Unsere Patienten-Informationsblätter zur Prophylaxe und Behandlung von Nebenwirkungen)

pdf Becken_bei_Frauen.pdf
pdf Brachytherapie_im_gynaekologischen_Bereich.pdf
pdf Becken_bei_Maennern.pdf
pdf Bestrahlung_Extremitaeten.pdf

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pdf Bestrahlung_im_HNO-Bereich.pdf
pdf Bestrahlung_der_Lunge__Speiseroehre_o._Mediastinums.pdf
pdf Bestrahlung_der_Brust.pdf
pdf Mund-_u._Zahnpflege.pdf
Aktualisiert: 06.02.2012

Di. 22.05.2012

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