Wie funktioniert das „da Vinci“-OP-System?
Das hochmoderne „da Vinci“-OP-System besteht aus zwei Komponenten: der Steuerkonsole für den Operateur und dem Operationsroboter mit vier in allen Ebenen beweglichen Instrumentenarmen. Das Besondere an dem System: Der Chirurg steht nicht am Operationstisch, sondern sitzt an der Konsole, von der aus er die Roboterarme mit den Instrumenten steuert. Schon seit rund zehn Jahren wird im Schwarzwald-Baar Klinikum mit dem „da Vinci“-Roboter operiert. „Zunächst kam die roboter-assistierte Chirurgie hauptsächlich in der Urologie zum Einsatz, zum Beispiel bei der Entfernung der Prostata“, erklärt Prof. Dr. med. Christoph Domschke, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. „Seit mehreren Jahren setzen wir auch in der Frauenheilkunde auf den ‚da-Vinci‘ – denn unser hoher Anspruch besteht darin, zukunftsweisende Techniken zum Wohle unserer Patientinnen einzusetzen. So steigern wir mit dem Operationsverfahren immer mehr die Behandlungsqualität in der Frauenheilkunde. Das kommt den Patientinnen in der Region unmittelbar zu Gute“, veranschaulicht Prof. Domschke die Entwicklung. Um die Robotertechnik bekannt zu machen, setzen die Experten in der Frauenklinik auf eine gute Zusammenarbeit mit niedergelassenen Gynäkologen.
Welche Vorteile bringt das „da Vinci“-OP-System für Patientinnen?
Dr. med. Markus Keller, Leitender Oberarzt der Fachklinik und „da-Vinci“-Operateur, kennt die Vorteile des minimalinvasiven OP-Verfahrens und erklärt: „Anders als bei herkömmlichen offenen Eingriffen, bei denen große Bauchschnitte nötig sind, führt der Roboter die Instrumente durch kleine, gewebs- und nervenschonende Schnitte ein. Das System ermöglicht punktgenaues Operieren, wodurch die Blutungsrisiken deutlich sinken. Gleichzeitig verkürzen sich die Schmerzen nach dem Eingriff sowie die Erholungszeiten erheblich und die Komplikationsrate ist extrem niedrig.“ Von besonderem Vorteil sei das „Schlüssellochverfahren“ daher auch für gynäkologisch erkrankte Frauen, die an starkem Übergewicht leiden. Ihnen bliebe eine lange Wundheilung erspart.
Umfangreiche fachliche Expertise im Schwarzwald-Baar Klinikum mit hauseigenem Ausbildungszentrum
Seit der Einführung des Operationssystems in der Frauenklinik im Schwarzwald-Baar Klinikum wurden mehr als 200 Patientinnen erfolgreich mit dem „da Vinci“ operiert. „Unsere Spezialisten verfügen über viel Erfahrung und Kompetenz auf dem Gebiet“, betont Prof. Domschke. „Damit Patientinnen auch zukünftig von dem roboterassistierten Verfahren profitieren, legen wir viel Wert auf die Ausbildung unserer ‚da Vinci‘-Operateure und fördern den Nachwuchs.“ Seit 2026 ist die Frauenklinik „da Vinci“-Ausbildungszentrum unter der Leitung von Dr. Keller. Die Klinik bietet ein strukturiertes Trainingsprogramm mit Simulationsübungen und Hospitationen für Fachärzte aus ganz Deutschland an. Darüber hinaus wirken erfahrene Chirurgen wie Dr. Keller dabei mit, das Verfahren in anderen Einrichtungen zu etablieren.

Prof. Dr. med. Christoph Domschke
Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie,
Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Dr. med. Markus Keller
Leitender Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Schwerpunkt: gynäkologische Onkologie,
spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Fachkunde: Sonographie der Brustdrüse
Senior-Brust-Operateur
Kontakt:
Schwarzwald-Baar Klinikum
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Prof. Dr. med.
Christoph Domschke, MHBA
Klinikstraße 11
78052 Villingen-Schwenningen
Tel.: +49 7721 93-3101
E-Mail: sekretariat.frauenklinik@sbk-vs.de