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21/08/2025
Gehirntumoren gut erkennbar machen

Chefarzt Prof. Ritz
Das Neuroonkologische Zentrum des Schwarzwald-Baar Klinikums nimmt an internationaler Studie teil

Villingen-Schwenningen. Auf wissenschaftlich aktuellem Niveau: Das Neuroonkologische Zentrum des Schwarzwald-Baar Klinikums nimmt als einzige nicht-universitäre Einrichtung an einer internationalen Studie zur Testung eines Kontrastmittels bei der Operation von Gehirntumoren teil. Die Experten der Klinik für Neurochirurgie nutzen das Kontrastmittel während des Eingriffs, um das Ausmaß des Hirntumors noch besser erkennen und genauer entfernen zu können. Das erhöht auch die Überlebensaussichten der Patienten.

„Es geht darum, die Hirntumoren während der Operation sehr genau erkennen zu können“, erklärt Prof. Dr. med. Rainer Ritz, Direktor der Klinik für Neurochirurgie und Leiter des Neuroonkologischen Zentrums im Schwarzwald-Baar Klinikum. „Das Kontrastmittel hilft dabei, die Ultraschall-Bildgebung zu verbessern. Dadurch können wir den Tumor noch besser vom gesunden Gewebe unterscheiden, und das ist wichtig. Denn bei dem Eingriff gilt es, Tumorgewebe möglichst vollständig zu entfernen und gleichzeitig gesundes Gewebe zu erhalten.“ Durch die genaue Abgrenzung während der Operation können Patienten mit hirneigenen Tumoren, so genannten Gliomen, deutlich profitieren.

Bei hirneigenen Tumoren handelt es sich um Geschwülste, die vom Hirngewebe selbst ausgehen. „Patienten mit Hirntumor sind häufig stark belastet, es kommt zu Ausfällen und Beschwerden. Die Tumoren treten in vielen Formen auf, sie können gut- oder bösartig sein“, so der Chefarzt. „Manche wachsen sehr schnell und sind nur schwer zu therapieren. In solchen Fällen geht es darum, das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern. Aber unabhängig davon, um welche Tumorform es sich handelt: Bei einer Operation kommt es immer auf eine möglichst exakte Tumorentfernung an – das ist in den meisten Fällen der entscheidende Faktor für das weitere Überleben.“

Neuroonkologisches Zentrum
Im Neuroonkologischen Zentrum dreht sich alles um Tumoren des zentralen und peripheren Nervensystems. Die Neuroonkologie ist ein hochspezialisierter Bereich, in dem Experten verschiedener Fachrichtungen eng zusammenarbeiten. Dabei erfolgt die Therapie auf klinisch und wissenschaftlich aktuellem Niveau. Häufig nehmen die Neurochirurgen operative Eingriffe vor, aber auch die stereotaktische Radiotherapie, also die so genannte „chirurgische Bestrahlung“ mit dem CyberKnife, wird im Schwarzwald-Baar Klinikum eingesetzt. Darüber hinaus behandeln die Spezialisten der Onkologie mit medikamentösen Therapien. Die Patienten werden zudem psychoonkologisch betreut.

Regelmäßig treffen sich die Experten der verschiedenen Fachrichtungen, um in der so genannten Tumorkonferenz die individuelle Behandlungsempfehlung für jeden Patienten zu erarbeiten. „Jeder Fall ist anders und muss genau betrachtet werden. So können wir für unsere Patienten die jeweils möglichst beste Therapie anbieten“, erzählt Prof. Ritz.

Bild 1:
Prof. Dr. med. Rainer Ritz, Direktor der Klinik für Neurochirurgie und Leiter des Neuroonkologischen Zentrums im Schwarzwald-Baar Klinikum

Bild 2:
Zertifizierte Zentren stehen für eine ausgezeichnete Versorgung. Die Experten im Neuroonkologischen Zentrum sowie im Kopf-Hals-Tumor-Zentrum des Schwarzwald-Baar Klinikums behandeln Krebspatienten nach aktuellen Leitlinien (von links): Katja Kröger, Dr. med. An-dreas Philipp, Prof. Dr. med. Rainer Ritz, Dr. Matthias Geiser, Dr. med. Amr Ramadan, Georgios Skazikis, Prof. Dr. med. Boris Haxel, Prof. Dr. med. Paul Graf La Rosée und Angela Sermersheim

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