17/02/2026
Geburtshilfe im Schwarzwald-Baar Klinikum auch weiterhin gesichert
Dienstbeleghebammen erhalten Festanstellungs-Angebot
Villingen-Schwenningen. Seit Oktober 2021 sind die Hebammen als sogenannte „Dienstbeleghebammen“ im Schwarzwald-Baar Klinikum freiberuflich tätig. Das ändert sich nun wieder: Das gesamte Hebammenteam hat den Dienstbeleghebammenvertrag gekündigt und gleichzeitig das Klinikum darum gebeten, wieder zum Angestellten-Verhältnis zurückkehren zu dürfen. Hintergrund dafür ist der neue bundesweit gültige Hebammenhilfevertrag, der zu einem geringeren Verdienst der freiberuflichen Hebammen und zu noch mehr Bürokratie-Aufwand führt. Das Schwarzwald-Baar Klinikum bietet allen Hebammen eine Festanstellung an und übernimmt das komplette Team. Die Geburtshilfe im Schwarzwald-Baar Klinikum bleibt auf gewohnt hohem Niveau gesichert.
„Nach unserer Einschätzung stellt der neue Hebammenhilfevertrag, der vom Spitzenverband der Krankenkassen mit den Hebammenverbänden ausgehandelt wurde, entgegen deren Darstellung keine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Vergütung oder der Versorgungssituation dar“, erklärt Hebamme Xenia Hummel stellvertretend für alle Dienstbeleghebammen im Schwarzwald-Baar Klinikum. Da sie mit erheblichen Verdienstausfällen und gesteigertem Bürokratie-Aufwand konfrontiert sind, wird das etwa 30-köpfige Team die freiberufliche Tätigkeit wieder aufgeben und zurück ins Angestellten-Verhältnis wechseln.
„Wir haben Verständnis dafür, dass die Hebammen auf die geänderten Bedingungen reagieren”, meint Dr. Matthias Geiser, Geschäftsführer des Schwarzwald-Baar Klinikums. „Gleichzeitig ist es uns wichtig, die gewohnt sehr gute Betreuung der werdenden Mütter und Babys sicherzustellen. Wir haben gemeinsam nach einer guten Lösung in dieser Situation gesucht und freuen uns, diese mit unserem Festanstellungs-Angebot auch gefunden zu haben.“
Der Geschäftsführer äußert sich auch zu den Beweggründen für diese Entscheidung: „Obwohl die Hebammen die Thematik politisch adressierten, haben weder die Krankenkassen noch die Gesundheitspolitiker reagiert. Daraus ist eine Hängepartie entstanden, die so nicht länger fortgesetzt werden konnte. Dazu kommt, dass unter solchen Bedingungen auch an Personalgewinnung nicht mehr zu denken war. Das ist jetzt wieder anders: Schön ist, dass das Hebammen-Team in den kommenden Monaten noch um drei Hebammen wachsen wird. Weitere Bewerbungen nehmen wir auch gerne noch entgegen.“
Das Schwarzwald-Baar Klinikum gehört zu den geburtenstärksten Kliniken in Baden-Württemberg. Im vergangenen Jahr kamen 2.338 Kinder im Klinikum auf die Welt. Als ausgewiesenes Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe erfüllt die Neu- und Frühgeborenen-Kinderintensivstation am Schwarzwald-Baar Klinikum sehr hohe Qualitätskriterien. Im Klinikum können alle schwerkranken Früh- und Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm versorgt werden. Das Einzugsgebiet des Schwarzwald-Baar Klinikums ist entsprechend groß und reicht über die Grenzen des Schwarzwald-Baar Kreises hinaus.
Bild (LichtBildHauer):Klinikums-Geschäftsführer Dr. Matthias Geiser (rechts) und der Leitende Pflegedirektor Arne Holthuis (hintere Reihe links) freuen sich darüber, dass das rund 30-köpfige Hebammen-Team komplett ins Angestellten-Verhältnis zurückkehrt.
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