11/03/2026
Ausgezeichnete Spezialisten
Klinik für Innere Medizin III: Kardiologie und Intensivmedizin
Villingen-Schwenningen. Mitralklappen-Zentrum: Im Schwarzwald-Baar Klinikum können Patienten, die unter den Folgen einer undichten Mitralklappe des Herzens leiden, im Herzkatheterlabor minimalinvasiv behandelt werden. Das Verfahren ist schonend für die Patienten und kann eine Alternative zu einem chirurgischen Eingriff sein. Nun hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) die Klinik für Innere Medizin III: Kardiologie und Intensivmedizin im Schwarzwald-Baar Klinikum als Mitralklappen-Zentrum ausgezeichnet. Das Zertifikat bescheinigt unter anderem die hohe Expertise und Erfahrung der Operateure, gut strukturierte Behandlungsabläufe sowie eine sehr moderne Geräteausstattung.
Wir freuen uns über die Auszeichnung und die damit verbundene Anerkennung für unser Team“, erklärt Prof. Dr. med. Sebastian Ewen, Direktor der Klinik für Innere Medizin III: Kardiologie und Intensivmedizin im Schwarzwald-Baar Klinikum. Er erläutert auch, was es mit der Mitralklappe auf sich hat: „Viele Menschen, insbesondere im fortgeschrittenen Alter, leiden unter Herzschwäche. Ursache dafür kann unter anderem eine undichte Mitralklappe des Herzens sein. Das lässt sich beim Herzultraschall feststellen.“ Wenn die Klappe nicht mehr richtig schließt, hat das Auswirkungen auf den Blutfluss – das Blut fließt beispielsweise in Richtung Lunge zurück.
„Typische Anzeichen dafür sind Herzstolpern, Luftnot und Ödeme – also ‚Wasser in der Lunge‘ oder Wasseransammlungen in den Beinen. Außerdem ist der Körper insgesamt weniger leistungsfähig“, so Prof. Ewen. „In so einem Fall ist es heutzutage häufig möglich, die Funktion der Mitralklappe mit Hilfe eines minimalinvasiven Eingriffs wieder deutlich zu verbessern. Die Patienten können davon sehr profitieren. Die Beschwerden verbessern sich oft sofort, besonders die Luftnot. Auch die Anzahl der sonst immer wieder notwendigen Krankenhausaufenthalte verringert sich danach. Neuere Daten zeigen außerdem, dass sich der Eingriff positiv auf das Überleben auswirkt.“
Die Behandlung im Herzkatheterlabor kann eine Alternative zu einer chirurgischen Operation sein. „Während des Eingriffs ist keine Öffnung des Brustkorbes oder der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine notwendig“, erzählt der Chefarzt. „Stattdessen wird unter Narkose ein Katheter über die Leiste bis zum Herzen geführt. Mit Hilfe eines speziellen Katheters wird die Mitralklappe behandelt, der Patient schläft während dieser Zeit.“
Für das Spezialisten-Team im Schwarzwald-Baar Klinikum ist das Verfahren Routine. Die Ärzte versorgen etwa 70 Fälle im Jahr und verfügen über viel Erfahrung. Die Expertise des Teams, die klaren Strukturen beim Abklären der Erkrankung sowie die hochmoderne Geräteausstattung im Herzkatheterlabor des Schwarzwald-Baar Klinikums haben die Auditoren der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie überzeugt.
Bild:
Das Experten-Team im Herzkatheterlabor: Bajram Hajredini, Prof. Sebastian Ewen und Dr. Fabian Roder (von links)
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