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27/04/2026
Das einzige zertifizierte Lungenkrebszentrum in der Region

Gruppenbild zum Lungenkrebszentrum
Erstzertifizierung zum Lungenkrebszentrum   

Donaueschingen/Villingen-Schwenningen. Umfassende Diagnostik und moderne Behandlungsmethoden: Das Lungenzentrum des Schwarzwald-Baar Klinikums – dazu gehören die Abteilungen für Thoraxchirurgie sowie Innere Medizin, Pneumologie und Beatmungsmedizin – wurde kürzlich von der Deutschen Krebsgesellschaft als zertifiziertes Lungenkrebszentrum ausgezeichnet. Die erfolgreiche Erstzertifizierung bescheinigt, dass Patienten mit Lungenkrebs im Klinikum nach neuesten Leitlinien und gemäß hohen Qualitätsstandards von ausgewiesenen Experten behandelt werden. Das Lungenkrebszentrum des Schwarzwald-Baar Klinikums ist eines der wenigen zertifizierten Zentren in Baden-Württemberg und das einzige in der Region.

„In unserem Lungenkrebszentrum engagieren sich Spezialisten aus unterschiedlichen Fachrichtungen umfassend für die Patienten“, erklärt Prof. Dr. med. Christian Stremmel, Direktor der Abteilung Thoraxchirurgie im Lungenzentrum des Schwarzwald-Baar Klinikums und Leiter des Lungenkrebszentrums. Dazu gehören unter anderem Chirurgen, Lungenfachärzte, Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten oder Pathologen, aber auch auf Onkologie spezialisierte Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten und Psychoonkologen. „Gemeinsam erarbeiten wir ein auf den Patienten abgestimmtes, bestmögliches Behandlungskonzept“, so Prof. Stremmel. „Dabei arbeiten wir leitliniengerecht, also nach neuesten Erkenntnissen und mit modernen Verfahren.“ Dass die Experten im Lungenkrebszentrum nicht nur nach neuesten Leitlinien arbeiten, sondern im gesamten Verlauf der Behandlung auch hohe Qualitätsstandards einhalten, bestätigt das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft nach dem erfolgreichen Audit.

„Im Schwarzwald-Baar Klinikum verfügen wir über sehr umfangreiche Untersuchungsmöglichkeiten und sehr moderne Geräteausstattung“, erklärt Dr. med. Hinrich Bremer, Direktor der Abteilung für Innere Medizin, Pneumologie und Beatmungsmedizin. „Unter anderem können wir die Lungenfunktion testen und Gewebeproben bei einer Lungenspiegelung – der so genannten Bronchoskopie – entnehmen.“

Das Leistungsspektrum im Lungenkrebszentrum ist breit aufgestellt. „Je nach Fall kann eine Chemo- oder Immuntherapie in Frage kommen, häufig sind aber auch chirurgische Maßnahmen notwendig“, erläutert Prof. Stremmel. „Wir nehmen im Jahr mehr als 90 so genannte ‚anatomische Resektionen‘ vor, damit liegen wir deutlich über den für die Zertifizierung notwendigen Mindestzahlen.“ Bei den Resektionen handelt es sich um ein chirurgisches Verfahren, bei dem erkrankte Lungenabschnitte entfernt werden. Das können Tumoren oder Metastasen sein, aber auch umfangreiches Gewebe wie Lungenlappen. „Dabei haben wir sehr hohe Ansprüche an unsere Kenntnisse und Fertigkeiten, es ist sehr präzises Arbeiten notwendig“, weiß der Leiter des Lungenkrebszentrums. „Oft streuen Tumoren ins Bronchialsystem oder Blutgefäße sind betroffen. Das kann herausfordernd werden, weshalb auch in schwierigen Situationen ein sicheres Komplikationsmanagement gewährleistet sein muss.“ Meist kann der Eingriff im Brustkorb aber minimalinvasiv – also mit Schlüssellochtechnik – und ohne großen Schnitt erfolgen.

Alternativ kann beispielsweise auch eine stereotaktische Radiotherapie mit dem CyberKnife in Frage kommen – dabei wird das Tumorgewebe durch Bestrahlung zerstört.

„Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Zertifizierung“, „meint Prof. Stremmel. „Für Patienten mit Lungenkrebs ist es wichtig, umfassend und individuell behandelt zu werden – sie können von der Versorgung in einem zertifizierten Zentrum sehr profitieren.“ Das Lungenkrebszentrum ist eines der Organkrebszentren im Onkologischen Schwerpunkt Schwarzwald-Baar-Heuberg und Teil des Onkologischen Zentrums.

Bild:
Die Experten und Ansprechpartner im Schwarzwald-Baar Klinikum freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung zum Lungenkrebszentrum (von links): Dr. med. Jan-Christoph Kneschke, Dr. med. Christoph Schittenhelm, Ulrike Roth, Dr. med. Aliaksandr Schepkov, Natalie Aberle, Prof. Dr. med. Christian Stremmel, Angela Sermersheim, Dr. med. Hinrich Bremer und Prof. Dr. med. Paul Graf La Rosée

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