Villingen-Schwenningen/Donaueschingen. Von einem Cyberangriff auf einen externen Dienstleister, der in Deutschland für über die Hälfte der größeren Krankenhäuser und nahezu alle Universitätsklinika privat- und wahlärztliche Abrechnungen übernommen hat, sind auch Patienten des Schwarzwald-Baar Klinikums betroffen. Auf Nachfrage hat der Dienstleister das Klinikum in den vergangenen Tagen darüber informiert, dass 400 Datensätze gestohlen wurden. Die betroffenen Patienten werden vom Klinikum in den kommenden Tagen schriftlich informiert. Der Cyberangriff richtete sich an den externen Abrechnungsdienstleister, nicht an das Schwarzwald-Baar Klinikum. Die klinischen Systeme und die Patientenversorgung waren zu keinem Zeitpunkt betroffen.
Bei den gestohlenen Daten handelt es sich um 300 Adressdatensätze mit allgemeinen Informationen und 100 Datensätze mit Gesundheitsdaten. Betroffen sind Patienten mit Privat- oder Zusatzversicherung oder solche, die Leistungen selbst bezahlen. Laut Auskunft des Dienstleisters sind keine sensiblen Finanzdaten darunter.
Die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde wurde bereits bei Bekanntwerden des Anfangsverdachts am 17. April 2026 informiert. Auf Nachfrage hat der Dienstleister dem Klinikum in den vergangenen Tagen Auskunft über das Ausmaß des Datenklaus und die Art der abgeflossenen Daten gegeben. Das Schwarzwald-Baar Klinikum hatte die Zusammenarbeit mit dem externen Dienstleister bereits im September 2025 beendet.